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Ich möchte noch einmal auf das gestrige Thema zurückkommen. 

Im Nachhinein, als die tiefste Aufruhr abgeklungen war, fiel mir auch wieder ein, weshalb ich so überschwänglich war.

Den Anfang nahm alles, als ich etwas ganz dringend suchte vor Jahren und zum Spaß bei Google die Frage eingab, wo das denn wohl sein könne.

So kam ich auf die Seiten mit dem Heiligen Antonius... und ja, man kann sagen was man will, aber ich habe bisher in der Tat alles wiedergefunden, was auch zu finden war. Wenn es etwas zum Beispiel nicht gegeben hat oder es in der blauen Tonne gelandet ist, die schon vor einer Woche geleert wurde, dann kann auch der Heilige Antonius die Sachen nicht finden lassen.

Aber ich habe Dinge wiedergefunden von denen man sagen kann: unglaublich. Sogar meinem Sohn habe ich schon damit geholfen in einer schier auswegslosen Situation. 

Ich will nicht alle Beispiele bringen, aber ich gewöhnte mir an, kleine Spenden an die Basilika oder dergleichen zu schicken aus Dank dafür, denn das Nicht-Wiederfinden wäre teuer gekommen oder stellte insgesamt einen großen Verlust dar.

Und so kam es, dass eines Tages eine sehr große Sache anstand und ich dem Heiligen Antonius versprach, wenn er mir da alsbald heraushelfen und meine Freiheit wiedergeben würde, dann würde ich eine größere Summe geben. --- Ja, warum nicht? Wenn man das kann und Gutes tun kann dann sollte man das auch tun.

 

Was nicht heißt, dass man nun alles verschenken sollte, was man besitzt. Damit ist niemandem geholfen. 

 

Manches Mal kommt ein Fremdschämen auf, wenn sich Prominente damit brüsten, was sie alles tun und geben. Da werden große Summen genannt, die drei Frauen, jene Firma und sonstwer von denen gespendet hat, aber... der kleine Mann, dem es sehr schwerfällt, hundert Euro abzugeben, er es dennoch tut, weil er helfen will, von dem wird natürlich kein Wort gesagt. Das läuft unter "ferner liefen".... und man müsse ja Verständnis haben, dass man hier nicht alle Namen nennen kann.

 

Das sehe ich anders, meine Herren! Oder Damen! Warum wird nicht Herr Meyer-Hinterklöppfli erwähnt, der seine letzten Groschen zusammengekratzt hat, um zu helfen. Denn er hat vielleicht aus einer echten Herzensangelegenheit gegeben, während die Großkopferten sich eher profilieren wollen.

 

Das Thema können Sie hier gerne weiterspinnen.

 

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